1. Februar

Unter uns Verlegern kursiert ja das Bonmot, daß es bedauerlicherweise mehr Menschen gibt, die schreiben als Menschen, die lesen. Ich halte gern dagegen, daß alle Schreibenden auch Leser sind, die Gruppe der Leser also größer ist als sie scheint. Dazu kommen die Hörenden, die Liebhaber des Hörbuchs.

Die meisten potentiellen Leser haben die Autoren aber an das Fernsehen und die Streamingdienste verloren. Die Kuscheldecke und das Glas Tee oder Wein sind als Accessoires der Abendunterhaltung geblieben, doch das Buch wurde durch einen Monitor ersetzt. Das soll keine Klage sein, sondern eine einfache Feststellung und meine Lebenserfahrung sagt mir, daß die Verhältnisse sich schnell wieder ändern können. Schreibt mir gern in die Kommentare, wie Ihr das seht.